Was geschieht mit St. Kamillus am Klausenerplatz?

Die Zukunft des denkmalgeschützten Gebäudeensembles der ehemaligen St.-Kamillus-Kirche am Klausenerplatz beschäftigt viele Menschen im Kiez. Mit einer Schriftlichen Anfrage habe ich den Senat nach dem Stand der Verkaufspläne und den Perspektiven für die bisher dort untergebrachten sozialen Einrichtungen gefragt.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Die Immobilie gehört nicht dem Erzbistum Berlin, sondern der deutschen Provinz des Kamillianer-Ordens. Der Orden hat entschieden, das Gebäude zu veräußern. Die Kirche wurde bereits am 26. Dezember 2025 profaniert (entwidmet). Über den Käufer oder den Stand der Verkaufsverhandlungen liegen dem Senat keine Informationen vor.
  • Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf ist über die Bereiche Stadtplanung und Denkmalschutz in mögliche Nachnutzungen eingebunden. Das Grundstück ist planungsrechtlich weiterhin als Gemeinbedarfsfläche für kirchliche Zwecke festgesetzt. Eine künftige soziale Nutzung wäre grundsätzlich möglich.
  • Der gesamte Gebäudekomplex steht unter Denkmalschutz. Der Senat betont, dass die frühere Nutzungsmischung aus Kirche, Kita und Seniorenheim Teil des Denkmalwerts ist und bei einer zukünftigen Nutzung erneut angestrebt werden sollte.
  • Die Kita auf dem Gelände wurde 2025 geschlossen. Alle betroffenen Kinder konnten in anderen Kitas der Umgebung untergebracht werden.
  • Das Seniorenheim verfügte über 40 Plätze und bestand seit 1985. Die Bewohnerinnen und Bewohner mit Pflegegraden 2 bis 5 wurden vor der Schließung in andere Pflegeeinrichtungen vermittelt. Die Einrichtung wurde zum 30. April 2025 aufgegeben.